Ich hätte nie gedacht, dass ich mal so süchtig nach Arbeit werden könnte.
Nicht im Workaholism-Sinne. Also nicht „immer online, immer verfügbar“, weil FOMO oder Ähnliches. Sondern echtes absorbiert sein.
14 Stunden, die sich anfühlen wie drei. Abends nicht aufhören können und morgens schon mit dem ersten Gedanken wieder bei allem, was ich heute schaffen will.
Das Paradigma dahinter
Durch meine Zeit beim Flow Research Collective kenne ich das Paradigma dahinter. Es ist ganz einfach Flow.
Mihaly Csikszentmihalyi, der „Godfather of Flow“, hat das wie folgt beschrieben: Flow entsteht, wenn die Anforderungen an einen gewissen Task und die dazugehörigen Fähigkeiten sich treffen. Unter anderem auch als Challenge-Skills-Balance bezeichnet.
Zu leicht, und das Gehirn schaltet ab. Zu schwer, und es blockiert. Dazwischen liegt ein schmaler Korridor.
Was bei mir vorher passiert ist
Mit meiner Analysis Paralysis, sobald die Komplexität steigt, und meiner Abneigung gegenüber operativen Details, kenne ich die Blockaden. Well. Ich kannte die Blockaden.
Denn jetzt, 2026, ist AI endlich so weit, so fähig, so verlässlich, dass die Art und Weise zu arbeiten sich für immer verändern wird.
Was sich konkret ändert
Mein Setup ist ein zentrales Cockpit, das alles steuert. Integrationen in alle relevanten Systeme. Eine eigene Cloud, damit nichts wegbricht. Eigene APIs und MCPs, die ich heute einfach so baue. Design-Systeme als Repos auf GitHub. AI-Workflows, die ich per Chat-Anweisung erstelle, mit komplexen Nodes und Loops. Code-Guardrails, Monorepos, und ganz viel persönlicher und Business-Kontext für die AI.
Und dann Use Case für Use Case, den ich teilautomatisiert habe.
Das hat Zeit gekostet. Und es war eine Höllenarbeit. Aber irgendwann kippt das System und man merkt, wie viel einfacher, schneller, besser, klarer, vernetzter alles wird.
Was bleibt
Ich glaube nach wie vor an Human in the Loop. Immer. Das bleibt. Kaum ein Workflow, bei dem ich final nicht die Daten noch mal prüfe oder Output reviewe.
Aber heute, mit den Builder-Fähigkeiten, ein wenig systemischem Denken und ganz viel Neugier, vergehen 14 Stunden wie im Flug.
Das optimale Erleben von Arbeit.
Was das für andere bedeutet
Wir arbeiten auch mit Aidocr an dieser Realität. Wir wollen, dass diese Erfahrung nicht das Privileg eines Co-Founders bleibt, der monatelang an seinem Setup gebaut hat. Sondern dass jeder, der seinen Job ernst nimmt, in seinen Skills-Challenges-Korridor finden kann.
Ich wünsche das jedem Menschen. Echt.
Originalbeitrag auf LinkedIn. Diese Version mit etwas mehr Kontext.